Einspeisemanagement: Abregelung von EE-Anlagen und Nachfolger

Das Einspeisemanagement (EinsMan) erlaubte Netzbetreibern, die Leistung von EEG- und KWK-Anlagen bei Netzengpässen zu reduzieren. Betreiber wurden für die entgangenen Einnahmen entschädigt.

Zum 1. Oktober 2021 wurde das Einspeisemanagement in den Redispatch 2.0 überführt. Der Begriff wird aber weiterhin häufig verwendet, wenn von Abregelung die Rede ist.

Einspeisemanagement und Redispatch 2.0 im Vergleich

Zeitraum — bis 30.09.2021 — seit 01.10.2021

Betroffene Anlagen — EEG- und KWK-Anlagen — alle Anlagen ab 100 kW und fernsteuerbare Anlagen

Verfahren — kurzfristige Abregelung — planbasierter, prognosegestützter Eingriff

Ausgleich — Entschädigung — finanzieller und bilanzieller Ausgleich

Was heißt das für die Standortwahl?

Abregelung tritt dort gehäuft auf, wo viel Erzeugung auf wenig Netzkapazität trifft. Die regionale Zubau-Dichte ist deshalb ein guter Frühindikator — die conductrScore-Karte zeigt sie je Rasterzelle.

Häufige Fragen

Gibt es das Einspeisemanagement noch?

Nein, es wurde zum 1. Oktober 2021 durch Redispatch 2.0 ersetzt.

Werden abgeregelte Anlagen entschädigt?

Ja, grundsätzlich erhalten Betreiber einen finanziellen Ausgleich für die abgeregelte Energie.