Großbatteriespeicher (BESS, Battery Energy Storage Systems) mit Leistungen von einigen bis mehreren hundert Megawatt gehören zu den am schnellsten wachsenden Anlagentypen in Deutschland. Der Engpass ist fast immer der Netzanschluss — nicht Fläche oder Technik.
Anders als PV oder Wind speisen Speicher nicht nur ein, sondern beziehen auch Strom. Netzbetreiber müssen deshalb beide Richtungen prüfen, was den Anschlussprozess aufwendiger macht.
Welche Spannungsebene passt?
Die Spannungsebene ergibt sich vor allem aus der Leistung. Die Grenzen sind fließend und hängen vom Netz vor Ort ab.
bis ca. 10–20 MW — Mittelspannung — Mittelspannungsleitung oder Schaltanlage
ca. 20–150 MW — Hochspannung (110 kV) — Umspannwerk des Verteilnetzbetreibers
darüber — Höchstspannung — Umspannwerk des Übertragungsnetzbetreibers
Kostenblöcke beim Netzanschluss
Neben Batterie und Leistungselektronik bestimmen netzseitige Kosten die Wirtschaftlichkeit erheblich.
Anschlussleitung bis zum Netzverknüpfungspunkt (Länge ist ein zentraler Kostentreiber).
Umspann- bzw. Übergabestation mit Schutztechnik.
Baukostenzuschuss auf die Bezugsleistung.
Netzentgelte und Messkonzept im laufenden Betrieb.
Standortwahl mit Daten
Wo bereits viel Speicher- und Erzeugungsleistung angeschlossen oder in Planung ist, steigen Wartezeiten und Auflagen. Die conductrScore-Karte und die Technologieseite zu Speichern zeigen je Landkreis Anlagenzahl, installierte Leistung und den Score der Netzregion.
Je nach Region und Spannungsebene von einigen Monaten bis zu mehreren Jahren. In stark nachgefragten Netzgebieten sind lange Wartezeiten üblich.
Häufig ja, weil sich Fläche und Netzanschluss teilen lassen. Details stehen im Beitrag zu Co-Location.
Der Netzbetreiber der jeweiligen Spannungsebene — bis 110 kV meist der Verteilnetzbetreiber, darüber der Übertragungsnetzbetreiber.