Netzanschluss-Chancen in Bayern

Bayern liegt im TenneT-Regelblock und ist das Bundesland mit der höchsten installierten PV-Leistung Deutschlands. Der Netzzubau ist historisch dezentral geprägt, was den Zugang für kleine bis mittlere Projekte auf Mittelspannung erleichtert — bei Großprojekten dagegen stoßen viele Umspannwerke bereits an Kapazitätsgrenzen.

Solar dominiert in Nieder- und Oberbayern (Freiflächen entlang Isar und Donau) sowie in Franken. Wind konzentriert sich auf den Steigerwald, die Rhön und den Bayerischen Wald. Speicher entstehen zunehmend in Süd- und Mittelfranken als Co-Location.

Die 10H-Regel wurde 2022 gelockert, was ab 2024 eine neue Wind-Pipeline eröffnet — mit direkten Folgen für Netzanschluss-Verfügbarkeit in den bisher untergenutzten Landkreisen.

Häufige Fragen

Welcher Netzbetreiber ist in Bayern zuständig?

Übertragungsnetz: TenneT. Verteilnetze: Bayernwerk, LEW, N-ERGIE, EBM und rund 200 kleinere EVU je Region.

Wie wirkt sich die 10H-Regel auf Wind-Projekte aus?

Seit der Lockerung 2022 sind Windvorranggebiete wieder plan­barer, viele Landkreise weisen aktuell neue Flächen aus.

Wo ist der conductrScore in Bayern am höchsten?

Tendenziell in Ost- und Nordbayern (Oberpfalz, Oberfranken) — weniger Zubau in den letzten Jahren, mehr freie Kapazität.

Kann ich PV-Freiflächen an bestehenden Umspannwerken planen?

Ja, viele Standorte in Niederbayern und Schwaben eignen sich für Co-Location — Details je Landkreis in der Tabelle unten.

Wie lange dauert ein Netzanschluss-Angebot in Bayern?

Bayernwerk bearbeitet Anträge bis 750 kW meist innerhalb 8 Wochen, größere Projekte 3–5 Monate.

Sind Speicher in Bayern förderfähig?

Batteriespeicher sind bundesweit über das EEG als Zubau zu Erzeugungsanlagen bevorzugt anschließbar, in Bayern zusätzlich über Landesförderprogramme.