Brandenburg ist das Bundesland mit einem der höchsten Anteile Erneuerbarer in Deutschland und wird im Übertragungsnetz von 50Hertz betrieben. Der Netzausbau hinkt jedoch dem Zubau hinterher — viele Umspannwerke im Norden und Osten sind seit Jahren an ihren Kapazitätsgrenzen.
Wind dominiert die Uckermark, Prignitz und Oberhavel. Solar-Freiflächen konzentrieren sich entlang ehemaliger Tagebauflächen in der Lausitz. Batteriespeicher entstehen zunehmend als systemdienlicher Zubau in Kombination mit PV.
Für Projektentwickler ist Brandenburg zweigeteilt: Der Süden (Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz) bietet noch Kapazität, der Norden erfordert oft Redispatch-Fähigkeit oder Direktvermarktung als Bedingung für den Anschluss.
Übertragungsnetz: 50Hertz. Verteilnetze: E.DIS (Nord/Ost), Mitnetz Strom (Süd), EWE Netz (West-Grenze).
Die Umspannwerke sind seit dem Wind-Boom der 2010er Jahre großteils voll. Neue Projekte brauchen oft Batterien oder Curtailment-Zusagen.
Im südlichen Elbe-Elster-Raum sowie in Teilen der Lausitz — dort ist der conductrScore im Schnitt höher als im Norden.
Brandenburgische Windparks sind bundesweit unter den am häufigsten abgeregelten Anlagen. Redispatch-Kosten werden pauschal vergütet.
Ja — als Ergänzung zu bestehenden Windparks lösen sie Netzengpässe und werden von 50Hertz bevorzugt behandelt.
Brandenburg hat ambitionierte Windflächenziele bis 2032 (2,2 %) und aktualisiert die Regionalpläne aktuell.